Verkehrssicherheitskampagne sucht Nachahmer

Rostock macht mit Schildern auf Einhaltung der Überholabstände zu Radfahrern aufmerksam

Im Rahmen der langfristig angelegten Verkehrssicherheitskampagne „Rostock – komm gut an!“ wird die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Rad und Auto Fahrenden und insbesondere der Sicherheitsabstand thematisiert. Die Kampagne will zum Einen Radfahrer als gleichwertige Verkehrsteilnehmer darstellen (die nach der StVO-Novelle vermehrt die Fahrbahn benutzen und sich mit dem Autoverkehr teilen sollen) und zum Anderen die Autofahrer mit entsprechenden Hinweisschildern zur Einhaltung des notwendigen Sicherheitsabstandes zu Rad Fahrenden sensibilisieren.

Vorbild waren ähnliche Kampagnen und Hinweis-Schilder in Gdansk (Partner u.a. im EU-Projekt abc.multimodal) und der Hansestadt Bremen.

Die ca. 20 Schilder haben die Größe 60 x 60 cm. Sowohl zum Motiv als auch zur farblichen Gestaltung wurden verschiedene Vorschläge in der Verwaltung erörtert. Die Farbe "grün" verdeutlicht, dass es sich um ein nichtamtliches Hinweisschild handelt. Auch weiß auf blau wäre geeignet, da das Blau für Gebots- und Richtzeichen in der StVO steht.

Die Standorte (Straßen) der Schilder wurden in Abstimmung mit den Radverkehrsexperten und der unteren Straßenverkehrsbehörde ausgewählt und auch im Fahrradforum erörtert.

Für die konkreten Standorte war entscheidend, dass:

• es sich um wichtige Strecken des Radverkehrs handelt

• die Strecken eine hohe Bedeutung auch für den Kfz-Verkehr haben

• der Radverkehr im Mischverkehr mit dem Kfz-Verkehr auf der Fahrbahn erfolgt

• die Schilder einfach anzubringen sind (z. B. an Lichtmasten)

• die Schilder vom fließenden Verkehr gut zu erkennen sind.

Es ist geplant, die Schilder nach einem Zeitraum von mind. 6 Monaten gfls. an anderen Straßen aufzuhängen.

Die Kampagne ist ein Baustein der langfristig angelegten umfassenderen Verkehrssicherheitskampagne „Rostock – komm gut an!“. Diese wird schrittweise thematisch ausgeweitet. Bereits seit 2014 werden in diesem Rahmen Beleuchtungswochen unter dem Motto „Rostock lässt sich sehen / Zeig dich!“ durchgeführt. Als weitere Themen werden zukünftig das illegale Radfahren auf Gehwegen, ein Verkehrssicherheitskonzept für Schulen u.a. aufgegriffen.

Weiterhin ist geplant, mit einer Neuherausgabe eines „Fahrrad-Knigge“ Rad Fahrende, Auto Fahrende, Fahrschüler u.a. umfassend über Verkehrsregeln zu informieren und für die gegenseitige Rücksichtnahme zu werben.

Die Hansestadt Rostock freut sich über Nachahmer und stellt es den Kommunen frei, die Druckvorlage als pdf /eps so oder in abgewandelter Form weiter zu verwenden.

Für Rückfragen und Hinweise steht Reno Rudek vom Amt für Verkehrsanlagen unter Tel. 0381 381-6683, reno.rudek(at)rostock.de und der Mobilitätskoordinator Steffen Nozon unter Tel. 0381 381-6002 , mobilitaetskoordinator(at)rostock.de gern zur Verfügung.

News

Die Jubiläumskampagne zum Geburtstag des Rads: "200 Jahre Fahrrad - made in Germany"

Seit 1817 gehört das Fahrradfahren zu den schönsten Formen der Fortbewegung. Zum diesjährigen Jubiläum zeigt die Kampagne "200 Jahre Fahrrad – made in Germany" des BMVI, dass der Erfindergeist rund um das Rad auch nach 200 Jahren ungebrochen ist. Über das Kampagnenjahr entsteht hier eine Karte, die stetig weiter befüllt wird, sodass am Ende 200 innovative Orte entdeckt werden können. Für die Hansestadt Rostock sind inzwischen 2 Projekte in der Landkarte hinterlegt. Aber schaut doch selbst rein unter http://www.bmvi.de/fahrrad

 

Deutscher Fahrradpreis 2016: Hansestadt Rostock erreicht dritten Platz in der Kategorie Service
Foto: Deutscher Fahrradpreis / Endermann, v.l.n.r.: Mobilitätskoordinator Steffen Nozon, der Baubürgermeister von Karlsruhe Michael Olbert und Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus

Die Hansestadt Rostock hat bei Verleihung des Deutschen Fahrradpreises am 25. Februar in Essen den sehr guten dritten Platz in der Kategorie „Service“ erreicht. Rostock punktete mit dem Projekt „Rostock steigt auf – der Service macht´s!“. Die Hansestadt setzte sich gemeinsam mit den Projekten „Kiezkaufhaus“ aus Wiesbaden und „Radfahren in der Grundschule“ aus Köln gegen 40 weitere Bewerber durch.