abc.multimodal

Von 2011-2014 widmete sich die Hansestadt Rostock im EU-Interreg-IV-A-Projekt abc.multimodal für 3 Jahre im südlichen Ostseeraum zusammen mit 4 weiteren Partnern der Radverkehrsförderung in Städten. Dabei ging es zum Einen um die Integration des Radverkehrs in das multimodale Verkehrssystem gehen – durch bessere Infrastruktur und Service. Zum Anderen wurden Lösungen gesucht, wie man das Radfahren stärker in die Mobilitätskultur integrieren kann – durch Kampagnen und Multiplikatoren. Die Hansestadt Rostock kooperierte als Leadpartner im Projekt mit der schwedischen Stadt Kalmar, der polnische Stadt Gdansk, dem ADFC Regionalverband Rostock und der polnischen Nichtregierungsorganisation PUMA. Insgesamt standen 1,2 Mio € zur Verfügung. Die Bewilligung war für den Rostocker Senator für Bau und Umwelt, Holger Matthäus, auch Anerkennung und Erfolg der umfänglichen Aktivitäten der Hansestadt Rostock zur Radverkehrsförderung in den letzten Jahren: Nicht nur der Ausbau des Radwegenetzes, mehr Fahrradabstellanlagen, verkehrsorganisatorische Erleichterungen oder die jüngsten Verbesserungen bei der Straßenreinigung durch Einsatz des Rostocker Radwegewartes, sondern auch die Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen haben viel bewirkt. Dies alles hat dazu geführt, dass sich in der Hansestadt Rostock der Radverkehrsanteil in 10 Jahren verdoppelt hat - auf nunmehr 20 %. Investitionen wie die 7 Radmonitore und die Car-Bike-Ports, aber die Kampagne "Rostock steigt auf" und der Klimaaktionstag wurden anteilig mit Mittel aus dem EU-Projekt finanziert.

Hier gehts zur englischsprachigen Projektwebseite.

Konferenz zur Radverkehrsförderung im südlichen Ostseeraum und anderswo vom 22. bis 23. Mai 2014 in Rostock

Die Hansestadt Rostock als Lead Partner des EU-South-Baltic-Projektes abc.multimodal veranstaltete gemeinsam mit dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern die Konferenz „Radverkehrsförderung im südlichen Ostseeraum und anderswo“. 20 ReferentInnen aus fünf Ländern trugen mit ihrer Expertise und Praxiserfahrung zu dem zweitägigen Programm bei. Unter der Überschrift „Radfahren verbindet“ bildeten Kommunikation und Kooperation die thematischen Schwerpunkte. Rund 100 TeilnehmerInnen aus aus Verwaltungen, Verbänden und Planungsbüros sowie PolitikerInnen und ExpertInnen nahmen an der Konferenz teil, darunter auch zahlreiche Akteure aus angrenzenden Ländern im Ostseeraum.
Auf einer Radexkursion machten sich vor Beginn der Konferenz ca. 30 TeilnehmerInnen ein Bild von den Radverkehrsbedingungen in Rostock, u.a. wurden die Radmonitore und die nagelneuen Fahrradabstellanlagen Car Bike Port vorgestellt, welche im abc.multimodal-Projekt installiert wurden.
Bei der zweitägigen Konferenz wurden die Gäste von dem Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling und dem Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung M-V, Christian Pegel begrüßt. Neben den fachlichen Vorträgen, hatten die TeilnehmerInnen Gelegenheit sich mit den ReferentInnen und KollegInnen auszutauschen und über mögliche Kooperationen und neue Projekte zu sprechen.

Eine Programmübersicht finden Sie  hier.
Die Präsentationen der Konferenz stehen Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung:

Donnerstag, den 22.05.2014

Radfahren verbindet – Erfolgsfaktor Kommunikation
Karl Reiter, FGM AMOR, Graz

Radlhauptstadt München – Wie hat sich die bayrische Landeshauptstadt verändert?
Hep Monatzeder, Bürgermeister München

EU-Verkehrspolitik pro Rad & „Iron Curtain Trail“
Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments

Fahrradnation Deutschland – der Nationale Radverkehrsplan 2020
Niels Hartwig, Referatsleiter, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
   
Menschen verbinden über die Grenzen hinweg – Nachhaltige Mobilität im South Baltic Programme 2014-2020
Thorsten Kohlisch & Igor Kaniecki, Joint Technical Secretariat South Baltic Programme

Fahrradhauptstadt Danzig – Aufsteiger in Europa, Vorreiter in Polen
Krzysztof Perycz-Szczepański, Stadt Danzig

Fahrradstadt Kalmar – Radverkehrsförderung in der schwedischen Partnerstadt
Patricia Vildanfors, Stadtparlament Kalmar

Rostock steigt auf – Die Entwicklung zur fahrradfreundlichen Hansestadt

Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock

Das Projekt abc.multimodal – von der Kalmar-Deklaration bis heute
Thomas Möller, radplan nordost

Fahrradstadt Aarhus – Hohe Ambitionen für mehr Radverkehr
Pablo Celis, Stadt Aarhus

Fahrradtourismus-Potenziale in Schweden und im Ostseeraum

Patrick Leijon, Europa Direkt Südost-Schonen

Freitag, den 23.05.2014

Der Integrierte Landesverkehrsplan und Radverkehrsförderung in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Reinhard Wulfhorst, Referatsleiter, Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

Wie Kooperation gelingt – Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Bayern
Hep Monatzeder, Vorstandsmitglied, Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) Bayern

Kooperation zur Radverkehrsförderung in Polen - „Polish Union of Active Mobility“
Andrzej Piotrowicz, Polish Union of Active Mobility (PUMA)

Stadtradeln – eine Kampagne für 200 Kommunen und das Beispiel Rostock

André Muno, Klima-Bündnis und Ilona Hartmann, Hansestadt Rostock

abc.multimodal - Umsetzung in Rostock

Steffen Nozon, Mobilitätskoordinator der Hansestadt Rostock

Aktuelle Radwegenetzplanung in der Region Rostock
Matthias Plehn, Amt für Raumordnung und Landesplanung Region Rostock

Pedelecs als Anschlussmobile zum ÖPNV - das Pilotprojekt ELROS   
Janette Heidenreich, Rostocker Straßenbahn AG (RSAG)

Greifswald – Die Stadt mit dem höchsten Radverkehrsanteil

Gerhard Imhorst, Hansestadt Greifswald

Fotodokumentation - Konferenz „Radverkehrsförderung im südlichen Ostseeraum und anderswo“ in Rostock, Mai 2014

News

Rostock lässt sich sehen ...

... unter diesem Motto läuft wieder die Kampagne der Hansestadt Rostock für eine gute Fahrradbeleuchtung in den dunklen Herbst- und Wintermonaten.
Denn Radfahren geht immer und damit Du gesehen wirst, zeig dich. Weiterlesen...

Deutscher Fahrradpreis 2016: Hansestadt Rostock erreicht dritten Platz in der Kategorie Service
Foto: Deutscher Fahrradpreis / Endermann, v.l.n.r.: Mobilitätskoordinator Steffen Nozon, der Baubürgermeister von Karlsruhe Michael Olbert und Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus

Die Hansestadt Rostock hat bei Verleihung des Deutschen Fahrradpreises am 25. Februar in Essen den sehr guten dritten Platz in der Kategorie „Service“ erreicht. Rostock punktete mit dem Projekt „Rostock steigt auf – der Service macht´s!“. Die Hansestadt setzte sich gemeinsam mit den Projekten „Kiezkaufhaus“ aus Wiesbaden und „Radfahren in der Grundschule“ aus Köln gegen 40 weitere Bewerber durch.

Bürgerbeteiligung für einen neuen Mobilitätsplan
Design: Fanni Robel www.r-graphic.de

In mehrstufigen Schritten können Sie sich als Bürgerin und Bürger der Hansestadt Rostock bei der Entwicklung des neuen Mobilitätsplans Zukunft (MopZ)  einbringen. Der Plan dient als Leitlinie für die Verkehrsplanung bis 2030. Mehr unter: www.rostock-bewegen.de.