Rostock plant Radschnellwege

Als Bestandteil des neuen Radverkehrsnetzkonzeptes wurden 2014 durch die PGV Hannover in Abstimmung mit der Hansestadt Rostock Radschnellwege (RSW) als neues attraktives Netzelement eingeführt. Die geplanten Radschnellwege in Rostock sollen die Stadtteile miteinander verknüpfen, weitgehend ungestört vom Kfz-Verkehr geführt werden und somit längere schnellere Radfahrten im Alltagsverkehr ermöglichen.

Sie werden beleuchtet sein, einen Premium-Winterdienst/Straßenreinigung erhalten und Mindestbreiten von 3,00 – 4,00 m aufweisen.

Eine Potenzialanalyse und eine Nutzen-Kosten-Analyse wurde 2016 mit finanzieller Unterstützung durch das MEIL M-V durch die PTV transport consult GmbH erstellt (incl. aktualisierter Kostenschätzung), mit so positivem Ergebnis, dass eine schrittweise Umsetzung des Radschnellwegenetzes seitens der Stadtverwaltung vorgesehen ist.

Um eine begründete Prioritätensetzung vornehmen zu können, wurde zur Umsetzung des RSW-Konzeptes ein Aktions-(Umsetzungs)plan erstellt (WASTRA-Plan, 5/2017). In Abhängigkeit vom baulichen Zustand der bestehenden Abschnitte, der Verkehrsbedeutung von Neubaustrecken und von städtebaulichen Planungen wurden in dem Aktionsplan Prioritäten, zeitliche Prioritäten und Kosten hinterlegt.

Die Maßnahme „Ausbau Radschnellwege“ ist als ein Schlüsselprojekt in den Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes „Mobilitätsplan Zukunft“ aufgenommen worden, welcher im 2. Halbjahr 2017 der Bürgerschaft zum Beschluss vorgelegt wird.

Download der Berichte:

PotenzialanalyseRSWRostock2016.pdf

3.6 M

AktionsplanRSWRostock2017ohneAbb3.pdf
4.1 M

Bürger*innenwerkstatt 2016 "Zweirad- statt Vierradstadt?"

Am 21.4.2016 fand eine Bürger*innenwerkstatt unter dem Motto "Zweirad- statt Vierradstadt? - Rostocker FahrradfahrerInnen im Gespräch" statt.

Im Zusammenhang mit dem Klimaaktionstag wurde die Werkstatt in Kooperation zwischen dem Lokale Agenda-AK "Klimaschutz und Mobilität" und dem Rostocker Verein "Soziale Bildung" e.V. realisiert. Die Werkstatt und das World Cafe setzten das Thema Fahrradmobilität in Rostock in den Fokus und wurde als thematische Fahrradtour mit 3 Stationen durchgeführt. Ziel war es, Beteiligung auf den Ebenen Information sowie konsultierende Meinungs- und Interessensammlung zu ermöglichen, sowie Zugang zu Strukturen aufzuzeigen, die sich für Interessen von FahrradfahrerInnen einsetzen (z.B. ADFC, Rostocker Fahrradforum, klarschriff-hro.de).

Download - Dokumentation Bürger*innenwerkstatt 2016:

Dokumentation_Buerger_innenwerkstatt_21.04.16.pdf

0,7 M

 

Mobilitätsplan Zukunft - Rostock gemeinsam bewegen

Beim neuen Mobilitätsplan Zukunft sollen die Bürgerinnen und Bürger mitreden.
 
Fast 15 Jahre hat es auf dem Buckel, das 1998 von der Bürgerschaft beschlossene Integrierte Verkehrskonzept. Die Erfolge können sich sehen lassen: Eine Zunahme des „Umweltverbundes“ aus Fußgänger, Radverkehr und öffentlichen Nahverkehr und im Städtevergleich einer der niedrigsten Anteile des Pkw-Verkehrs bei der Verkehrsmittelwahl. Jetzt ist es an der Zeit, für die nächsten Jahrzehnte zu planen. Veränderte Rahmenbedingungen wie demografischer Wandel, zunehmendes
Umweltbewusstsein und steigende Energiekosten stellen neue Herausforderungen an das Verkehrssystem. Mit dem Mobilitätsplan Zukunft, kurz  MOPZ, will die Hansestadt Rostock wieder eine Vorbildfunktion für eine moderne Mobilitätsplanung einnehmen. Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt lädt alle Rostockerinnen und Rostocker herzlich ein, die Mobilität der Zukunft in der Region mit zu gestalten.

Weitere Infos: https://www.rostock-bewegen.de

 

Radverkehrsberichte der Hansestadt Rostock

Entsprechend dem „Programm zur Förderung des Radverkehrs in Rostock“ (Beschluss der Bürgerschaft Nr. 0474/06-A vom 14.6.2006, sog. „Radverkehrsförderprogramm“) ist durch die Stadtverwaltung zweijährlich ein Radverkehrsbericht über durchgeführte Maßnahmen und deren Wirkung zu erstellen. Mit den Radverkehrsberichten wird der Stand der Zielerreichung des Radverkehrsförderprogramm verdeutlicht und Trends sichtbar gemacht.

Download - Rostocker Radverkehrsberichte:

Radverkehrsbericht_2010-2013.pdf

3.6 M

Radverkehrsbericht_2008-2009.pdf
4.1 M

 

Neue Radverkehrsanbindung vom Rostocker Nordwesten

Die Hansestadt Rostock möchte sein Radwegenetz verbessern und hat dafür eine Untersuchung bei dem Planungsbüro Team Red in Auftrag gegeben, bei der drei Radrouten vom Nordwesten ins Stadtzentrum untersucht wurden. Der Bericht beinhaltet eine Bestandsanalyse, eine Bewertung der Varianten sowie eine Machbarkeitsuntersuchung der verschiedenen Routen. Zudem gibt es Handlungsempfehlungen für einen Aktionsplan. Empfohlen werden die wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für eine gute Radverkehrsverbindung aus dem Nordwesten der Stadt, eine Verbesserung der vorhandenen multimodalen Verknüpfungspunkte zu anderen Verkehrsmitteln sowie weitere Kommunikationsmaßnahmen. Hierzu zählt Bürgerbeteiligung, temporäre Schaffung von Fahrradstraßen sowie Fahrradabstellanlagen und ein Informationsblatt über den neuen Radschnellweg. Lesen Sie hier die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung:

Download - Variantenuntersuchung - Radverkehrsanbindung vom Rostocker Nordwesten

Bürger-Workshop zur Radwegeführung

Am 09.04.2013 fand ein Bürgerbeteiligungs-Workshop zur Radverkehrsbindung vom Rostocker Nordwesten ins Stadtzentrum statt. An der Veranstaltung nahmen Bürgerinnen und Bürger aus den angrenzenden Stadtteilen, Alltags-Radfahrer, Vertreter aus den jeweiligen Ortsbeiräten sowie je ein Vertreter vom Tiefbau-, Stadtplanungs- und Umweltamt teil. Anwesend waren ebenfalls der Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock, Holger Matthäus, sowie der beauftragte Radverkehrsplaner Thomas Möller.

Die Veranstaltung bestand aus einer geführten Radtour, in der Teilstücke der geplanten Varianten abgefahren wurden. An verschiedenen Stellen wurden die Teilnehmenden auf Besonderheiten der Strecke aufmerksam ge­macht, so dass sich alle mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen konnten. Gleichzeitig wurde durch die Gruppenfahrt Radfahr-Hochbetrieb simuliert, mit dem zu Stoßzeiten auf einem Radschnellweg zu rechnen ist.
Im zweiten Teil der Veranstaltung fand der Beteiligungsworkshop statt, in dem sich die Bürger/innen in Kleingruppen mit „Knackpunkten“ der Radschnellweg-Varianten auseinandergesetzt sowie gemeinsam Lösungen erarbeitet haben.

Die Bürgerinnen und Bürger zeigten großes Interesse und Bereitschaft zur aktiven und konstruktiven Mitarbeit an der Fragestellung. Es wurde ein Vielzahl an Anregungen gegeben, die in die Planung einfließen könnte. Es gelang bei einzelnen Teilnehmenden, wie aus der Schlußrunde zu entnehmen, einen Perspektivwechsel anzuregen (z.B. Freizeitradler – Fahrradkurier, Anwohner – Verwaltung). Durch die effektive Arbeit in der Kleingruppenstruktur wurde schnell Kontakt und Austausch zwischen einzelnen Teilnehmden ermöglicht und durch die vorgegebene Struktur in Richtung auswertbarer Ergebnisse geleitet. Mit den Ergebnissen der Abschlussrunde wurde bei der weiteren Planung einer durchgehenden Radverkehrsanbindung vom Rostocker Nordwesten weitergearbeitet.

 

Machbarkeitsstudie - Radstation am Rostocker Hauptbahnhof

Rostock hat in den letzten 10 Jahren seinen Radverkehrsanteil mehr als verdoppelt. Über 20 % aller Wege sind die Rostockerinnen und Rostocker mit dem Rad unterwegs. Viele nutzen das Fahrrad als Zubringer zu Straßenbahnen, Bussen sowie Nah- und Fernverkehrszügen. Über 300 Räder werden derzeit am Rostocker Hauptbahnhof geparkt – Tendenz steigend. Über 20.000 Fahrgäste steigen hier täglich ein, aus und um.

Obwohl die Deutsche Bahn und die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren wiederholt die Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof erweiterten, wuchs der Bedarf meist schneller als das Angebot. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung und das Ortsbild werden insbesondere auf der Nordseite des Hauptbahnhofs zunehmend beeinträchtigt. Als Lösung des Problems wird eine Fahrradstation angesehen. Dabei ist eine Fahrradstation weit mehr als nur ein schlichtes Parkhaus für Fahrräder – das zeigen zahlreiche Beispiele insbesondere aus Nordrhein-Westfalen. Zentrale Bestandteile des Serviceangebotes sind:
• Bewachung und Witterungsschutz
• Pannenhilfe, Fahrradwartung und Fahrradreparatur
• Fahrradverleih
Dazu kommen weitere mögliche Dienstleistungen, wie:
• Verkauf von Fahrrädern
• Verkauf von Fahrradkarten und –literatur
• Mobilitätsberatung.

Die Erfahrung realisierter Projekte zeigt: ein Viertel der Nutzer steigt erst durch den Bau einer Radstation auf die kombinierte Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr um. Bei zehn Prozent der Radstationskunden handelt es sich um echte Neukunden für den öffentlichen Verkehr.

Deshalb hat die Hansestadt Rostock in Abstimmung mit der Deutschen Bahn, der Rostocker Straßenbahn AG und der ADFC-Regionalgruppe Rostock e.V. eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Studie wurden auf dem Rostocker Klimaaktionstag „Mobil fürs Klima in Rostock!“ am 16. September 2011 präsentiert und anschließend mit dem Staatssekretär des Verkehrsministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern Sebastian Schröder, dem Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus, dem Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG Wilfried Eisenberg sowie Vertretern der Deutschen Bahn, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC Rostock) und den Planern vom Rostocker Architekturbüro matrix in einer Podiumsdiskussion erörtert.

Demnach wird der Vision einer Radstation am Rostocker Hauptbahnhof ein großes Potenzial und zugleich eine reelle Umsetzungschance attestiert.
Die Studie geht von einem Angebot für ca. 400 Abstellplätze aus. Eine Werkstatt, Fahrradvermietung, sowie Ladestationen für Elektroräder gehören wie Schließfächer zum Service. Das in Frage kommende Grundstück unmittelbar östlich des Bahnhofsgebäudes gehört der Deutschen Bahn. Wer nun genau wann die Fahrradstation errichtet und betreibt wird in den nächsten Monaten zwischen den Projektbeteiligten erörtert. Die Machbarkeitsstudie bietet hierfür eine gute Grundlage. Auch sind Gespräche mit dem Verkehrsministerium M-V zu Fördermöglichkeiten geplant.

Die Vorteile für die Hansestadt Rostock und die Verkehrsunternehmen liegen jedenfalls auf der Hand:
• Aufwertung des Hauptbahnhofs als wichtige Visitenkarte der Stadt
• Imagegewinn durch Förderung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur
• Stärkung des Umweltverbundes: weniger Lärm, Stau und Umweltbelastung, mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen
• Förderung des Radtourismus u.a.

Download - Machbarkeitsstudie - Radstation am Rostocker Hauptbahnhof

Rostocker radeln für die Umwelt und Gesundheit - Ergebnisse der Mobilitätserhebung aus 2012 liegen vor

Im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Universität Rostock wurde 2012 eine Befragung zum Mobilitätsverhalten in Rostock und im Umland durchgeführt. Auftragnehmer war das Rostocker Wirtschaftsforschungsinstitut WIMES.

Über 3.500 Fragebögen, die vorher im Internet veröffentlicht und an Unternehmen und Schulen der Region sowie die Universität Rostock geschickt wurden, konnten ausgewertet werden. Zielgruppe waren fahrradaffine Pendler, die regelmäßig zum Zwecke der Ausbildung und Arbeit pendeln. Dabei wurde der Pendlerbegriff abweichend von der üblichen Definition auch auf Personen, die zwischen Stadtbereichen unterwegs sind – also innerstädtische Pendler – ausgeweitet. Eine statistisch abgesicherte Pendlerbefragung konnte aufgrund der Methodik nicht erreicht werden – dies bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten.

Da der größte Rücklauf von Studierenden und Beschäftigten der Universität Rostock kam, sind die Befragungsergebnisse stark von fahrradaffinen Verkehrsteilnehmern geprägt. So lässt sich auch der hohe Anteil von Pendlern mit Rad erklären. Bei den Studenten pendeln über 71,4 % mit dem Rad von und zur Uni. Das heisst, dass bei derzeit 16.000 Studierenden regelmäßig 11.000 mit dem Rad unterwegs sind. Bei den außerhalb Rostock wohnenden Befragten ist mit 45 % das Auto wichtigstes Verkehrsmittel, gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr mit 32 % und Fahrrad mit 21 %. 30 % der Pendelnden nutzen Verkehrsmittel in Kombination, der Großteil kombiniert den Nahverkehr mit dem Rad.

Im Ergebnis der Befragung sind nun die wesentlichen Motivationen zum Radfahren bekannt. An erster Stelle nennen die Rostocker Radfahrenden hier Gesundheits- und Umweltaspekte und steigende Kraftstoffpreise. Die regelmäßigen Autofahrer nutzen dagegen das Rad nicht, weil ihnen die Wege zu lang sind, wegen der Wetterabhängigkeit und aus Bequemlichkeit.

Die Teilnehmer wurden auch nach ihren Erwartungen zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen gefragt. Hier wurde der Ausbau von Infrastrukturen, wie der Bau von Radwegen oder die Markierung von Radstreifen sowie eine bessere Reinigung der Radwege als wichtiger angesehen, als z.B. Fahrradverleihsysteme oder Fahrradkampagnen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Befragten zum Großteil bereits „überzeugte“ Radfahrer waren.

Interessant ist auch, dass 10 % der in Rostock und 15 % der im Umland wohnenden Befragten zur Änderung ihres Mobilitätsverhaltens bereit sind, wobei die meisten weg vom Auto und hin zum Rad, zum elektrisch unterstützten Rad, dem sogenannten Pedelec, öffentlichen Nahverkehr und Fahrgemeinschaften wollen. Hier setzt u.a. das EU-Projekt elmos an, welches die Elektromobilität bekannter machen möchte und speziell für Rostock und dessen Umland die Verknüpfung der Verkehrsmittel Öffentlicher Nahverkehr und Pedelec fördert. Von den Befragten könnte sich jeder Fünfte den Umstieg auf das Pedelec vorstellen. Noch 2013 werden deshalb öffentliche Verleihstationen an Haltestellen des ÖPNV in Rostock entstehen (mehr Infos zu elmos gibt es auf der englischsprachigen Webseite www.elmos-project.eu).

Den Bericht zur Mobilitätserhebung 2012 kann man sich hier herunterladen. 

News

Online abstimmen: 100 Bügel für die KTV
Grafik: PINAX 2017

Bei der Aktion "100 Bügel für die KTV" können online Standortvorschläge für bis zu 100 Fahrradbügel in der KTV gemacht werden. Einfach machen! Vorschläge können vom 10. September bis 31. Oktober gemacht werden.
Zur Online-Abstimmung hier klicken.