Radverkehr in Zahlen

Radmonitore in Rostock

Rostock zählt seinen Radverkehr. Der Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus unterstreicht "Die Stadt erhält somit wertvolle Daten zum Radverkehrsaufkommen und das nicht wie bei Zählungen üblich einmal im Jahr, sondern ganzjährig rund um die Uhr." Die Daten der Fahrradzählautomaten werden in einer Box gespeichert und per Funk übertragen. Über das Internet erhält die Hansestadt dann Zugang zu den bereits geprüften Informationen. Diese Daten sind öffentlich.

Die Daten sind auch im opendata-Portal zur weiteren Verwendung zugänglich www.opendata-hro.de/dataset/radmonitore

Dank der laufenden Statistik können unter anderem auch Einflüsse durch Wetter, Investitionen, Kampagnen oder Semesterferien auf das Verkehrsaufkommen analysiert werden. Darüber hinaus werben die Anzeigetafeln für das Radeln. "Sie signalisieren dem Radfahrer, dass er als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wird, geben aber auch dem Autofahrer, der vielleicht gerade im Stau steht, Anlass zum Nachdenken und vielleicht zum gelegentlichen Umsteigen", unterstreicht Senator Holger Matthäus.

So informiert die Anzeigetafel in der Langen Straße über die Anzahl der Radfahrer am jeweiligen Tag sowie die sich daraus ergebende Gesamtzahl im laufenden Jahr an diesem Radweg. Im Durchschnitt passieren täglich 700 Radfahrer diesen Radstreifen. Eine große Anzeigetafel - ein sogenannter Fahrrad-Barometer - informiert an der Zählstelle „Am Strande/Holzhalbinsel“. An dieser Hauptroute fahren täglich über 3.000 Radfahrer vorbei.

Bei der Auswertung der bisherigen Zähldaten wurde eine stetige Steigerung des Radverkehrsaufkommen festgestellt. Witterungsbereinigt nahm der Radverkehr an den Zählstellen von 2013 zu 2014 um 6 % zu.

Hier kann man den Bericht zur Auswertung der bisherigen Zähldaten lesen.

Entwicklung der Verkehrsmittelwahl in der Hansestadt Rostock

Seit vielen Jahren nimmt die Hansestadt Rostock an dem System repräsentativer Verkehrsbefragungen (kurz: SrV) der TU Dresden teil. Das ist eine Haushaltsbefragung die alle 5 Jahre stattfindet. 2013 wurden in Rostock 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt zu ihren Mobilitätsdaten an bestimmten Tagen befragt. Im Landkreis Rostock wurde die Befragung erstmalig durchgeführt. Der Modal Split, welcher die Verkehrsmittelwahl der Einwohner widerspiegelt, sah demnach folgendermaßen aus: Für ihre täglichen Wege nutzten die Rostockerinnen und Rostocker 2013 zu 36 % das Auto, 17 % den Öffentlichen Nahverkehr, 14 % das Rad und 33 % die Füße.

Übrigens ist der Fahrzeugbesitz in Rostock weiter gestiegen. Auf 1000 Einwohner kommen nun 439 PKW und sogar 900 Räder.

Die SrV-Daten bestätigen, dass es gelungen ist, ein ausgeprägt multimodales umweltfreundliches Verkehrssystem in Rostock zu entwickeln, in welchem der Umweltverbund einen hohen Anteil von ca. 2/3 inne hat, womit Rostock im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größenordnung sehr gut da steht.

Einen Kurzbericht zur SrV 2013 kann man sich hier herunterladen:

 

Kommunale Bürgerumfrage 2013

Ende des Jahres 2013 wurde durch die Statistikstelle der Hansestadt Rostock eine schriftliche Kommunale Bürgerinnen- und Bürgerumfrage durchgeführt. Über 3000 Rostockerinnen und Rostocker nahmen an dieser freiwilligen repräsentativen Befragung teil. Zentrales Ziel war der Dialog und die Gewinnung aussagekräftiger und aktueller Informationen über die Lebenssituation der Bevölkerung. Hierbei spielten auch die Verkehrssituation und die Verkehrsmittelwahl eine wichtige Rolle.Zufrieden (90 %) waren die Rostocker mit dem öffentlichen Nahverkehr, unzufrieden (60 %) mit dem Winterdienst auf Straßen, Rad- und Gehwegen, wenngleich hier die Zufriedenheit seit 2010 um 10 % gestiegen ist. Die vorrangige Verkehrsmittelwahl wurde getrennt für die Sommer- und Wintersaison erfasst. Das Auto ist für Fahrten ins Umland, aber auch bei den Wegen zur Arbeit und zum Einkauf die Nr. 1. Der ÖPNV wird im Winter mehr als im Sommer genutzt und ist dann bei Fahrten ins Stadtzentrum und zur Schule und Ausbildung das Verkehrsmittel der Wahl. Das Rad ist im Sommer die Nr. 1 bei den Wegezwecken Freizeit und Schule und Ausbildung. Interessante Ergebnisse brachten auch die Frage nach der Motivation für die Wahl eines Verkehrsmittels. Demnach nutzen die Bürgerinnen und Bürger gern das Auto wegen der Transport—und Wegeverknüpfungsmöglichkeiten und aus Bequemlichkeit. Der öffentliche Personennahverkehr wird gern genutzt weil er bequemer ist, wegen dem Mangel an Parkplätzen und hohen Parkgebühren und weil er im Winter sicherer ist. Hingegen wird das Rad vorrangig aus Gesundheits- und Umweltgründen und wegen dem Mangel an Parkplätzen sowie der Staugefahr benutzt. Auch Wechselabsichten, also die Frage, ob man zukünftig eher andere Verkehrsmittel nutzen will, wurden ermittelt. Unterm Strich wollen 7 % zukünftig mehr den ÖPNV, über 20 % der Befragten mehr das Rad und 8 % das Auto weniger nutzen.

Insgesamt wird die Fahrradfreundlichkeit durch die Rostockerinnen und Rostocker positiv bewertet. Am schlechtesten bewerteten die Befragten das Sicherheitsgefühl als Radfahrer im Straßenverkehr und die Straßenreinigung.

Gegenüber der Bürgerumfrage 2010 haben sich die Bewertungen zum Radverkehr alle verbessert.

Mehr Informationen zur Kommunalen Bürgerumfrage 2013 unter rathaus.rostock.de / Stadt & Politik / Rostock in Zahlen.

 

ADFC-Fahrradklimatest 2014: Rostock wieder unter den TOP 10

Wie fahrradfreundlich ist ihre Stadt? Diese Frage stellte der ADFC 2014. Nun liegt die Auswertung des ADFC auch für Rostock vor. 333 RadlerInnen haben ihre Bewertung zu verschiedenen Kriterien abgegeben, vom Fahrradklima über Sicherheit, Komfort zu Infrastrukturen. Unter den 39 Städten mit 200.000 Einwohnern ist Rostock auf Platz 10 gelandet. Der Bewertungsdurchschnitt hat sich seit dem letzten Test 2012 nicht verändert. Die nicht repräsentative Umfrage richtet sich vorrangig an aktive Radfahrer, welche naturgemäß das Verkehrsklima eher kritisch bewerten. Am schlechtesten bewerteten die Rostocker Radfahrer vor allem das verbreitete Falschparken auf Radwegen (4,8), die Führung des Radverkehrs an Baustellen und den Winterdienst. Die positivsten Bewertungen gab es für geöffnete Einbahnstraßen (2,1), die Erreichbarkeit des Stadtzentrum (2,3) und die Aussage „Alle fahren Fahrrad“ (2,4).

Im Vergleich zum Fahrradklimatest 2012 wurden die Aspekte „Werbung für das Radfahren“, der Fahrraddiebstahl, Abstellanlagen und „Öffentliche Fahrräder“ positiver bewertet. Negativer bewertet wurden die Falschparkerkontrolle und der Winterdienst.

Die vollständigen Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2014 sind auf http://www.adfc.de/fahrradklima-test  nachzulesen. 

Rostocker radeln für die Umwelt und Gesundheit - Ergebnisse der Mobilitätserhebung aus 2012 liegen vor

Im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Universität Rostock wurde 2012 eine Befragung zum Mobilitätsverhalten in Rostock und im Umland durchgeführt. Auftragnehmer war das Rostocker Wirtschaftsforschungsinstitut WIMES.

Über 3.500 Fragebögen, die vorher im Internet veröffentlicht und an Unternehmen und Schulen der Region sowie die Universität Rostock geschickt wurden, konnten ausgewertet werden. Zielgruppe waren fahrradaffine Pendler, die regelmäßig zum Zwecke der Ausbildung und Arbeit pendeln. Dabei wurde der Pendlerbegriff abweichend von der üblichen Definition auch auf Personen, die zwischen Stadtbereichen unterwegs sind – also innerstädtische Pendler – ausgeweitet. Eine statistisch abgesicherte Pendlerbefragung konnte aufgrund der Methodik nicht erreicht werden – dies bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten.

Da der größte Rücklauf von Studierenden und Beschäftigten der Universität Rostock kam, sind die Befragungsergebnisse stark von fahrradaffinen Verkehrsteilnehmern geprägt. So lässt sich auch der hohe Anteil von Pendlern mit Rad erklären. Bei den Studenten pendeln über 71,4 % mit dem Rad von und zur Uni. Das heisst, dass bei derzeit 16.000 Studierenden regelmäßig 11.000 mit dem Rad unterwegs sind. Bei den außerhalb Rostock wohnenden Befragten ist mit 45 % das Auto wichtigstes Verkehrsmittel, gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr mit 32 % und Fahrrad mit 21 %. 30 % der Pendelnden nutzen Verkehrsmittel in Kombination, der Großteil kombiniert den Nahverkehr mit dem Rad.

Im Ergebnis der Befragung sind nun die wesentlichen Motivationen zum Radfahren bekannt. An erster Stelle nennen die Rostocker Radfahrenden hier Gesundheits- und Umweltaspekte und steigende Kraftstoffpreise. Die regelmäßigen Autofahrer nutzen dagegen das Rad nicht, weil ihnen die Wege zu lang sind, wegen der Wetterabhängigkeit und aus Bequemlichkeit.

Die Teilnehmer wurden auch nach ihren Erwartungen zur Verbesserung der Radverkehrsbedingungen gefragt. Hier wurde der Ausbau von Infrastrukturen, wie der Bau von Radwegen oder die Markierung von Radstreifen sowie eine bessere Reinigung der Radwege als wichtiger angesehen, als z.B. Fahrradverleihsysteme oder Fahrradkampagnen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Befragten zum Großteil bereits „überzeugte“ Radfahrer waren.

Interessant ist auch, dass 10 % der in Rostock und 15 % der im Umland wohnenden Befragten zur Änderung ihres Mobilitätsverhaltens bereit sind, wobei die meisten weg vom Auto und hin zum Rad, zum elektrisch unterstützten Rad, dem sogenannten Pedelec, öffentlichen Nahverkehr und Fahrgemeinschaften wollen. Hier setzt u.a. das EU-Projekt elmos an, welches die Elektromobilität bekannter machen möchte und speziell für Rostock und dessen Umland die Verknüpfung der Verkehrsmittel Öffentlicher Nahverkehr und Pedelec fördert. Von den Befragten könnte sich jeder Fünfte den Umstieg auf das Pedelec vorstellen. Noch 2013 werden deshalb öffentliche Verleihstationen an Haltestellen des ÖPNV in Rostock entstehen (mehr Infos zu elmos gibt es auf der englischsprachigen Webseite www.elmos-project.eu).

Den Bericht zur Mobilitätserhebung 2012 kann man sich hier herunterladen. 

News

Rostock lässt sich sehen ...

... unter diesem Motto läuft wieder die Kampagne der Hansestadt Rostock für eine gute Fahrradbeleuchtung in den dunklen Herbst- und Wintermonaten.
Denn Radfahren geht immer und damit Du gesehen wirst, zeig dich. Weiterlesen...

Deutscher Fahrradpreis 2016: Hansestadt Rostock erreicht dritten Platz in der Kategorie Service
Foto: Deutscher Fahrradpreis / Endermann, v.l.n.r.: Mobilitätskoordinator Steffen Nozon, der Baubürgermeister von Karlsruhe Michael Olbert und Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus

Die Hansestadt Rostock hat bei Verleihung des Deutschen Fahrradpreises am 25. Februar in Essen den sehr guten dritten Platz in der Kategorie „Service“ erreicht. Rostock punktete mit dem Projekt „Rostock steigt auf – der Service macht´s!“. Die Hansestadt setzte sich gemeinsam mit den Projekten „Kiezkaufhaus“ aus Wiesbaden und „Radfahren in der Grundschule“ aus Köln gegen 40 weitere Bewerber durch.

Bürgerbeteiligung für einen neuen Mobilitätsplan
Design: Fanni Robel www.r-graphic.de

In mehrstufigen Schritten können Sie sich als Bürgerin und Bürger der Hansestadt Rostock bei der Entwicklung des neuen Mobilitätsplans Zukunft (MopZ)  einbringen. Der Plan dient als Leitlinie für die Verkehrsplanung bis 2030. Mehr unter: www.rostock-bewegen.de.